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Visakha Puja

In der buddhistischen Tradition ist Visakha Puja (auch Visaka Bucha oder Vesak-Fest ) wohl der heiligste buddhistische Feiertag überhaupt und zugleich Nationalfeiertag in Thailand und in anderen Ländern. Denn immer am Vollmondtag des 6. Mondmonats fanden die wichtigsten Ereignisse im Leben Buddhas statt. An diesem besonderen Tag wurde Buddha geboren, an diesem besonderen Tag fand Buddha die Erleuchtung und an diesem besondere Tag verstarb Buddha. Dies betrachtet man auch als der Beginn des buddhistischen Zeitalters. Den Visakha Puja Feiertag begeht man am Vollmondtag des sechsten Mondmonats, der Ende Mai oder Anfang Juni sein kann. An diesem Tag haben die meisten Banken und Behörden in Thailand geschlossen. Ihre Majestäten, der König und die Königin sowie die königliche Familie feiern Visakha Puja in der Kapelle des Wat Phra Keo, wo sich auch der heilige Smaragdbuddha befindet.

Die Thais reinigen an diesem Tag ihre Hausaltare und Buddhafiguren, und schmücken danach den Haualtar mit frischen Blumen und Blumengirlanden, entzünden Rauchstäbchen und Kerzen und beten vor dem Hausaltar, vor Buddha. An diesem Tag soll jeder gläubige Buddhist die fünf Silas (auch Pancasila), die fünf Grundregeln des Buddhismus, einhalten!

Die fünf Grundregeln lauten:

  • Kein Lebewesen zu töten oder zu verletzen
  • Nichts zu nehmen, was einem nicht gehört
  • Enthaltsamkeit zu pflegen, sei es in Gedanken, in Worten oder Taten
  • Nicht zu lügen oder schlecht zu reden
  • Keinerlei Rauschmittel zu sich zu nehmen

Die wichtigsten Ereignisse dieses Tages findet in dem jeweiligen örtlichen Wat statt, aber viele Thais sind auch unterwegs, um zum einem einen besonderen Wat auszusuchen und die Gelegenheit zu nutzen, um mit Freunden und Verwandten zusammen zu feiern. Für diesen wichtigen buddhistischen Feiertag wird auch jeder Wat mehr oder weniger schon frühzeitig von Mönchen und Gläubigen besonders schön mit buddhistischen Fahnen, Blumen und Bildnissen geschmückt. Ähnlich wie auch am Makha Puja-Feiertag kommen die Gläubigen schon frühmorgens in dem oft überfüllten Wat, überreichen den Mönchen Speisen und spenden Kerzen, Blumen, Rauchstäbchen und Geld. Danach wird gemeinsam gebetet und man hört der Predigt des jeweiligen Obermönch zu. Je nach Größe des Wat und Menschenauflauf wird die Predigt auch über Lautsprecher übertragen. In der Predigt werden hauptsächlich auf die Lehren Buddhas eingegangen, auch wie Buddha die vier edlen Wahrheiten (Saccas) erkannte und als Weg zur Erleuchtung den Gläubigen den Achtfachen Weg (Magga) vorgab.

Die vier Edlen Wahrheiten

  1. Dukkha Sacca - Alles Leben ist Leiden.
  2. Samudaya Sacca - Alles Leiden wird durch Begierden hervorgerufen.
  3. Nirodha Sacca - Die Zerstörung der Begierden bedeutet das Ende des Leidens
  4. Magga Sacca - Die Begierden, die Ursache des Leidens, können durch den Achtfachen Weg ausgelöscht werden.

Der Achtfache Weg

Der achtfache Pfad besteht aus acht Elementen des Lebens, die genau befolgt werden sollten, möchte man den Weg der Erleuchtung gehen:


  1. Samma Ditthi - Rechte Erkenntnis
  2. Samma Sankappa - Rechte Gesinnung
  3. Samma Yacca - Rechte Rede
  4. Samma Kammanta - Rechte Tat
  5. Samma Ajiva - Rechte Lebensführung
  6. Samma Sayama - Rechte Anstrengung
  7. Samma Sati - Rechte Achtsamkeit
  8. Samma Samadhi - Rechtes Konzentration

Nach der Predigt betet man wieder gemeinsam. Die Gebete und das gemeinschaftliche Zusammensein geht bis in die Abendstunden. Dann erfolgen die Vorbereitungen für die Wien Tien Zeremonie, der gemeinschaftliche Höhepunkt des Festtages. In der Regel findet diese feierliche Handlung abends nach Sonnenuntergang statt. Dabei halten die Gläubigen Blumen (meistens Lotosblumen), drei brennende Rauchstäbchen und eine brennende Kerze in der Hand und umrunden mit einem Gebet dreimal das Hauptgebäude (Bot) des Wat, wobei die Mönche immer vorne vorangehen. Das Tragen der Blumen, Kerzen und Rauchstäbchen und das dreimal Umrunden symbolisiert Triratna, den dreifachen Edelstein. Damit bekennt man sich zu Buddha (der große Lehrer), zur Dhamma (die Lehre Buddhast) und zum Sangha (der Mönchs-Gemeinde).

Zur Erklärung:

Das Bot oder Ubosoth ist die sogenannte Ordinationshalle eines Wat, in der alle wichtigen Versammlungen der Mönche abgehalten werden. Sie beherbergt jeweils einen auf einem prächtigen Altar thronenden Buddha. 12/04

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