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1000 Schönheiten

Unerbittlich neigte sich der Urlaub dem Ende zu. Das es mein vorerst letzter Thailandaufenthalt sein würde ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Nach den Einweihungsfeierlichkeiten des Hauses waren wir für ein paar Tage nach Ko Chang gefahren. Irgendwie schaffe ich es immer nach 2 Tagen wie ein frisch gebrühter Hummer auszusehen. Sehr zur Belustigung des weiblichen Hotelpersonals. Das mit dem aufgedruckten Lichtschutzfaktor auf der Sonnenmilch scheint mir, ist nur ein Reklametrick.

Relaxen, baden, fischen eine Bootstour. Eben so richtig Urlaub im Januar und das kalte Deutschland war weit weg.

Auf dem Rückweg nach Hause machten wir noch einen Einkaufszwischenstop in BKK. 15 Kilo Besteck fürs Restaurant gekauft, ein paar Shopping-Center unsicher gemacht. Eben das Übliche.

Beim Abendessen habe ich dann wohl verdorbenes Fleisch erwischt, so das in der Nacht und am folgenden Tag die Keramikabteilung mein liebster Aufenthaltort wurde.
Mein Schwager holte uns mit dem Auto ab. Wir wollten noch in Ayutthaya einen Maler besuchen, dem wir auf der Expo zwei Bilder fürs Restaurant abgekauft hatten. Dort angekommen sagte man uns, das er eine Woche in Suphan Buri ist. Schade.

Da es mir in der Zwischenzeit immer schlechter ging, fuhren wir nach Hause. Bei leichter Nudelsuppe und ausreichenden Medikamenten wurden die Koffer gepackt, gewogen, nochmal gepackt und langsam rückte der letzte Abend heran. Es schien so, als ob nichts Aufregendes mehr passieren würde.

Weit gefehlt. Ich sollte noch 1.000 Schönheiten an diesem Abend treffen. Ich bin immer wieder beeindruckt wie schnell es abends in Thailand dunkel wird. So gegen 19.00 Uhr kam mein Schwager und fragte, ob ich halbwegs fit bin. Er möchte mit uns nach Suphan Buri fahren. Meine Frau murmelte was von Theater, Strassenfest, oder sowas ähnliches. Na warum nicht.

Den Pickup beladen und los ging es nach Suphan Buri. Es war der 25. Januar 2001. Da ich nichts Aufregendes erwartete lies ich leider meine Videocamera und die Digicam zu Hause. Ich hab es später sehr bereut.

Nach eine Fahrt von ca. 45 Minuten kamen wir dann auch am Ort des Geschehens an. Das es doch wohl ein etwas größeres Ereignis war merke man an der recht großen Anzehl von Menschen die einem bestimmten Punkt zustrebten. Auch war es relativ schwer einen Parkplatz zu finden. Alles schien zu einem bestimmten Punkt zu strömen. Und dann sah ich die ersten bezauberten Schönheiten. Junge Frauen in klassischen thailändischen Kostümen verteilten Prospekte. Erste Plakate wurden sichtbar. Leider konnte ich ja nichts lesen, war alles auf Thai. Meine Neugierde wurde immer größer und ich fing an zu bohren um mehr zu erfahren.

So nah und nach wurde ich dann aufgeklärt. Es ist das jährlich stattfindende Don Chedi Memorial. Anlaß dieses Festes ist die Ehrung von König Naresuan, dem Großen von Ayutthaya. In einem Elefantenduell im Jahr 1592 besiegte er den Kronprinzen von Burma und gab dem Land die Freiheit zurück. Diese Schlacht wird alljährlich in einer großen Freiluftarena nachgespielt. Kurzentschlossen kauften wir und Eintrittskarten und los gings. Begonnen wurde üblicherweise mit dem Abspielen der Königshymne. Dann wurden von hunderten Darstellern in traditionellen Kostümen klassische Tänze aufgeführt. Die anmutigen Bewegungen gerade der Frauen sind schon fazinierend.

Die Kameras lagen zu Hause, es war zum heulen. Die Tänze waren eine hervorragende Einstimmung auf das was dann folgte. Auf einer etwa fußballgroßen Fläche wurde dann die Geschichte dieses Elefantenduells und dessen Vorgeschichte erzählt. Alle Darsteller natürlich in denen der Zeit entsprechenden Kostümen. Meine Frau erzählte mir während der Vorstellung etwas über diese Geschicht und erklärte mir die Handlungen. Höhepunkt war das mit Elefanten dargestelle Duell. Es waren so ca. 30 - 40 Dickhäuter im Einsatz. Es war einfach irre. Ein wenig Dramatik und Romantik durfte natürlich zum Schluß nicht fehlen und mündete in ein grandioses Feuerwerk.

Nach dieser wirklich sehenswerten Vorstellung ging es aber noch nicht nach Hause. Fast drei Stunden ohne Essen ist ja bekanntlicherweise für Thais schon fast sowas wie Folter. Auf dem angeschlossenen Strassenfest bot sich nun aber die Möglichkeit dieses Manko zu beseitigen.

Da wir nun nicht alle zusammen losziehenwollten wurde ein Treffpunkt und eine Uhrzeit vereinbart. Nun zog ich also mit meiner Frau los, Richtung essen. Durch Massen von jungen Thais mit ihren wunderschönen T-Shirts, man(n) kann garnicht soviel weggucken. Vorbei an Ständen mit Türmen von Gettoblastern deren Lautstärke natürlich demonstriert wurde, zu den Garküchen. Oh Schreck, im Gewühl ist mir meine Frau abhanden gekommen. Egal, Trefpunkt war ja vereinbart und ich hatte richtig Hunger.

Anscheinend war ich der einzige Farang auf dem ganzen Fest. Wie ich nun so am begutachten der Angebote der Garküchen war, kommt mir eine kleine Gruppe von Tänzerinnen entgegen, noch in ihren tradionellen Kostümen. Irgendwie müssen die gesehen haben das ich Mörderhunger habe und wurde kuzerhand von der Truppe regelrecht "entführt". Irgendwo an einem Tisch platziert saß ich nun mit diesen traumhaften Wesen beim Essen. Interessant war auch die Reihenfolge der Fragen. 1.Frage "Woher kommst du", 2. Frage "Bist du verheiratet", 3. Frage "Was arbeitest du", 4. Frage "Wie heisst du"......

Nach einer guten halben Stunde hatte meine Frau mich dann wiedergefunden. Hatte einfach nach einem Farang gefragt. Machte natürlich etwas große Augen, wie sie mich da inmitten dieser traumhaften Geschöpfe sitzen sah. Wäre bestimmt auch ein nettes Foto geworden.

Auf dem ganzen Straßenfest waren die Darsteller, Tänzerinnen und Tänzer in ihren Köstümen zu sehen. Ich wäre gern noch länger geblieben. Um 2 Uhr nachts ging es wieder nach Hause. Wurde auf der Heimfahrt natürlich von der lieben Verwandtschaft etwas aufgezogen, wegen der Tänzerinnen.

Nächsten Morgen um 7.00 ging es dann nach BKK und zurück nach D. Den letzten Abend in THL werde ich nicht vergessen. Wer zu dieser Zeit in THL ist sollte sich dieses Schauspiel nicht entgehen lassen. Ich frag mich nur was passiert, wenn ich das nächste Mal alleine dahin gehe.

Rene
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